Veranstaltungen

16. - 17. März 2011

Sprache(n) als europäisches Kulturgut

Das Herbert-Batliner-Europainstitut in Salzburg veranstaltet in Kooperation mit der Fachhochschule Salzburg von Mittwoch, 16. März bis Donnerstag, 17. März 2011, ein Symposium zum Thema: "Sprache(n) als europäisches Kulturgut". Verbindet Sprache oder trennt sie Menschen? Ist die Literaturübersetzung die Brücke zwischen SprachKulturen? Linguistic McDonaldization in Europe - Alles Englisch oder doch zurück zur Regionalsprache, zum Dialekt? Sprachen sterben und neue werden geboren (SMS) - was macht den europäischen Kommunikationsraum aus? Die kostenlose Veranstaltung findet an der Fachhochschule Salzburg, Campus Urstein, statt. Konferenzsprache ist Deutsch und Englisch. Übersetzung wird angeboten. Das Symposium wird auch in Gebärdensprache übersetzt! Diese Fragen und weitere Themen werden von 20 hochkarätigen Referenten aus ganz Europa erörtert. Darunter der ehemalige EU-Kommissar für Mehrsprachigkeit Leonard Orban. Nähere Infos auf www.europainstitut.co.at.

 

11. - 13. März 2011

FIT-Ratssitzung in Wien

Die nächste Ratssitzung der FIT findet im März auf Einladung von ÖVGD, Übersetzergemeinschaft und UNIVERSITAS Austria in Wien statt.

 

30. September 2010

Hieronymusfest

Die traditionellerweise abwechselnd von der Übersetzergemeinschaft und UNIVERSITAS Austria ausgetragene Feier zum Hieronymus-Tag (Schutzpatron der ÜbersetzerInnen und DolmetscherInnen) findet am 30. September 2010 im Literaturhaus statt. Ausgerichtet von UNIVERSITAS Austria steht sie erstmals im Zeichen einer Filmvorführung: „Im Fluss“ (Arbeitstitel) von Matthias van Baaren. Nach drei Jahren Vorbereitung und Einarbeitung in das Thema holt der junge Filmemacher Matthias van Baaren mit diesem Dokumentarfilm die oft als unsichtbar bezeichneten DolmetscherInnen ins Rampenlicht. Mittels Interviews und Live-Aufnahmen zeichnet er ein differenziertes Porträt von Vollprofis mit ausgezeichneten Sprachkenntnissen, flinkem Verstand und großer Eloquenz. Eine ungewöhnliche Dokumentation über Sprache, Verstehen - und die Kunst, zwischen den Zeilen zu lesen. Im Anschluss an die Filmvorführung (Dauer ca. 40 Minuten) Podiumsgespräch mit dem Filmemacher. Danach lädt UNIVERSITAS Austria zum kollegialen Austausch am Buffet.

 

8. Mai 2010

Sprachmittlung bei Gericht und Behörden
Die Kommunikation in Straf- und Asylverfahren mit Beteiligten aus afrikanischen Herkunftsländern

Seit Beginn des Jahres 2007 besteht am Institut für Afrikawissenschaften der Universität Wien in Kooperation mit dem "Projekt Internationale Entwicklung" ein Forschungsschwerpunkt zum Thema "Sprachmittlung bei Gericht und Behörden". Gegenstand der Forschung ist die Kommunikation in Straf- und Asylverfahren mit Beteiligten aus afrikanischen Herkunftsländern sowie der Einsatz von LaiendolmetscherInnen für afrikanische Sprachen bei Behörden und Gerichten.

Im Rahmen dieses Forschungsschwerpunkts läuft seit 1.4.2009 das Forschungsprojekt "Sprachwahl in Straf- und Asylverfahren für MigrantInnen aus afrikanischen Herkunftsländern". Dieses Projekt dauert noch bis 31.3.2011 und wird vom Jubiläumsfonds der österreichischen Nationalbank gefördert.

Zwischen dem Projektteam um Dr. Walter Schicho, Mag. Gabriele Slezak sowie Mag. Martina Rienzner und dem österreichischen Verband der Gerichtsdolmetscher besteht mittlerweile eine Zusammenarbeit.

Den vorläufigen Höhepunkt des Forschungsprojekts stellte der Workshop "Schnittstellen. Die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis zur Verbesserung der Kommunikation in Asyl- und Strafverfahren mit Verfahrensbeteiligten aus afrikanischen Herkunftsländern" dar, der am 12. und 13.3.2010 am Institut für Afrikawissenschaften stattfand. Zu diesem Workshop waren Personen aus verschiedenen Disziplinen, die in ihrem beruflichen Umfeld mit MigrantInnen aus afrikanischen Herkunftsländern zu tun haben, eingeladen worden, um die Kommunikationssituation aus ihrem jeweiligen Blickwinkel zu schildern.

Alle Vorträge und Diskussionsbeiträge des Workshops werden in der nächsten Ausgabe der vom Institut für Afrikawissenschaften herausgegebenen "Stichproben. Wiener Zeitschrift für kritische Afrikastudien" abgedruckt, die voraussichtlich im Oktober 2010 erscheinen wird.

Hinweis: Der österreichische Verband der Gerichtsdolmetscher veranstaltet am Samstag, 8. Mai 2010, einen "Afrika-Workshop", der sich in mehreren Vorträgen und Diskussionsrunden mit der Problematik der Dolmetschung von Afrikanern beschäftigt. Interessenten können sich bis spätestens 15. April beim Sekretariat office@gerichtsdolmetscher.at anmelden. Teilnahmegebühr EUR 150 (inkl. Kaffeepausen, Mittagessen und Unterlagen) für Mitglieder und EUR 180 für Nicht-Mitglieder des ÖVGD.

www.sprachmittlung.at
www.univie.ac.at/ecco/stichproben

 

6. -8. Oktober 2010, Berlin

Konferenz “Language Transfer in Audiovisual Media”

Von 6. bis 8. Oktober 2010 findet im Berliner InterContinental Hotel die 8. “International Conference & Exhibition on Language Transfer in Audiovisual Media” statt. Das übergeordente Thema der heurigen Konferenz lautet “New Media – New Contexts – New Translator Profiles?” und wird rund um die Bedeutung von Facebook, Twitter und Co. kreisen. Auch Crowdsourcing (gemeinschaftliche Übersetzungsprojekte), die Lokalisierung von Videospielen und Online-Barrierefreiheit werden wichtige Themen sein. Internationale Expertinnen und Experten werden die Chancen und Herausforderungen aufzeigen, die mit diesen neuen Technologien einhergehen.

Der „Call for Papers“ für diese Konferenz läuft noch bis 3. Mai. Weitere Informationen finden Sie auf folgender Website: languages-media.com

 

6. März 2010

Dolmetschen und Übersetzen auf der BeSt vertreten

Am 6. März 2010 wird um 15:20 das Berufsbild von DolmetscherInnen und ÜbersetzerInnen im Rahmen der größten Messe für Beruf, Studium und Weiterbildung in Österreich und einer der größten Messen dieser Art in Europa vorgestellt.


Veranstaltungsort: Wiener Stadthalle, 1150 Wien, Vogelweidplatz 14
Gesamtdauer der Veranstaltung: 4. März - 7. März 2009
Öffnungszeiten: Täglich 9 -18 Uhr
Anzahl der Aussteller: ca. 320, davon 60 aus dem Ausland
Kosten: Eintritt ist frei
BesucherInnen: jedes Jahr rund 80.000

Veranstalter der BeSt:
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung
Arbeitsmarktservice Österreich

Dolmetschen und Übersetzen Ein Berufsbild mit vielen Gesichtern

Viele Gesichter bedeutet hier zweierlei: Einerseits ist die so genannte Sprachmittlungsbranche äußerst vielfältig und andererseits sind ihre VertreterInnen höchst unterschiedliche Menschen, deren gemeinsame Basis ausgeprägtes Sprachbewusstsein ist. Keinesfalls sind sie Maschinen, die auf Knopfdruck Wörter und Sätze hervorbringen. Zwar bedienen sich DolmetscherInnen und ÜbersetzerInnen bei der Ausübung ihrer Tätigkeit durchaus technischer Hilfsmittel, doch hängt es immer noch von ihrer persönlichen Wahl ab, wie das Produkt ihrer Dienstleistung aussieht. Dazu bedarf es einer ausgezeichneten Beherrschung sowohl der Mutter- als auch der Fremdsprache. Was KonferenzteilnehmerInnen über Kopfhörer simultan gedolmetscht hören oder Literaturfans in übersetzten Büchern lesen, sind nur zwei Beispiele für derartige „Produkte“, wenngleich die bekanntesten. Es gibt jedoch auch zahlreiche andere Bereiche, in denen gedolmetscht, übersetzt, getextet, lokalisiert und terminologisch gearbeitet wird. So etwa betrug laut einer jüngst veröffentlichten EU-Studie der geschätzte Wert der EU-Sprachindustrie im Jahr 2008 etwa 8,4 Mrd. € und sollte weiter steigen. Was in dieser Sprachindustrie gemacht wird, hat oft nur mehr am Rande mit dem herkömmlichen Übersetzen zu tun, wird manchmal nicht einmal mehr so genannt, und trotzdem ist es für eine immer stärker globalisierte Welt unverzichtbar.

 
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